E-Fuels sind nicht CO2-neutral

E-Fuels optimistisch bei zukünftig perfektionierter Produktion: 17 kWh pro Liter Benzin 19 kWh pro Liter Diesel






Technologieoffenheit nennt man es, wenn der klare Verlierer noch weiter Forschungsförderung erhalten soll, Geld in chancenlosen Projekten verbraten werden soll. Da war gerade die Rede des österreichischen Bundeskanzlers Nehammer: kein Verbot Verbrennungsmotor, sondern E-Fuels. Große Empörung beim grünen Koalitionspartner, aber es ist eigentlich ein Streit um des Kaisers Bart, weil E-Fuels im Straßenverkehr keine Chance haben. Das war im kaiserlichen Österreich ein Sprichwort, wenn Menschen über den Bart des Kaisers stritten.

E-Fuels optimistisch bei zukünftig perfektionierter Produktion:
  • 17 kWh pro Liter Benzin
  • 19 kWh pro Liter Diesel


Das ergibt sich aus dem Wirkungsgrad der Elektrolyse. Zusätzlich kommt noch die Beschaffung des Kohlenstoffs dazu. 1,5 kWh Strom, um 1 kg CO2 aus der Atmosphäre zu filtern, aber da ist das meiste Sauerstoff. So kommt man auf 5,25 kWh Strom, um durch DAC – Direct Air Capture so viel CO2 zu beschaffen, dass man daraus 1 kg Kohlenstoff gewinnen kann.

Ich bin bestimmt ein extrem sparsamer Fahrer, aber für 4,36 l Diesel wären 83 kWh Strom nötig. Nehmen wir für 2023 350 GW Weltproduktion an Photovoltaik an. Nehmen wir weiters an, der durchschnittliche Ertrag sei 1300 kWh/a pro W Peak, weil meist in etwas sonnigeren Gegenden aufgestellt. Die gesamte 2023 neu installierte Photovoltaik könnte so 455 TWh Strom erzeugen. Aber leider müssen wir bei e-Fuels dies durch 18 kWh dividieren - 50% Diesel mit 19 kWh, 50% Benzin mit 17 kWh – und es bleiben 25 Milliarden Liter Treibstoff übrig. Ist das viel? Nein, allein Deutschland benötigt 65 Milliarden Liter.

So, jetzt haben wir die gesamte Weltproduktion an Photovoltaik 2023 nur für E-Fuels verwendet und nicht einmal Deutschland ist versorgt. Aber das sind ja nicht alle Kosten! Wie machen wir das bloß mit den CO2 DAC und Elektrolyseanlagen? Da gibt es 2 Varianten:
  • So viele CO2 DAC und Elektrolyseanlagen bauen, dass diese den Solarstrom direkt nutzen. 455 GW * 0,2 € pro Watt Systemkosten sind 91 Milliarden €
  • Nur 150 GW CO2 DAC und Elektrolyseanlagen bauen und durch 1.300 GWh Akkus diese wesentlich besser auslasten
Hoppla, die zweite Variante ist mit den heutigen Akkukosten und der Weltproduktion an Akkus nicht kompatibel.

  Sicher ginge es, aber viel zu spät


Sicher, Photovoltaikproduktion nimmt zu, Akkuproduktion nimmt zu, bloß können E-Fuels heutige Verbrennerautos nicht retten, weil bis es ausreichende Mengen gibt, sind die längst verschrottet und recycelt.

  Völlig neue Preisrealitäten


Die meisten glauben, Elektroautos sind zu teuer für jedermann. VW glaubt, Elektroautos bleiben weiterhin teuer. BYD bringt recht brauchbares schon für US$ 9.000 auf den Markt. In 2 Jahren ist zu rechnen, dass Elektroautos billiger als Autos mit Verbrennungsmotoren sind.

  3 Teilung des Automarktes


Sie möchten München nach Berlin mit 150 km/h ohne Pause? Klar geht das, der neueste Lithium-Ion Akku hat 375 Wh pro kg. Der hat aber einen beachtlichen Preis pro kWh und mit 180 kWh Akku geht das. Das ist die Oberklasse.

Zu teuer? Ok, mit einer Ladepause und 120 km/h geht es mit 70 kWh der deutlich billigeren Lithium Eisenphosphat Akkus. Die haben nur 240 Wh/kg. Das ist Mittelklasse.

2 Ladepausen sind auch ok, Hauptsache billig? Natrium-Akkus mit nur 160 Wh/kg, aber dafür einen sehr günstigen Preis. Das ist bald die Unterklasse der Autos.

Der Pendler, der nur kostengünstig zur Arbeit möchte, wird in Zukunft sicher ein Elektroauto unter 10.000 € finden. Patriotismus kann es sich dabei abschminken, EU-Hersteller werden dazu nicht in der Lage sein. Dies behaupte nicht ich, sondern Volkswagen. 600 km mit 150 km/h fahren wird in der Oberklasse möglich sein, kostet halt was. Im Alltag sind dann alle Elektroautos gleich schnell, nur auf Langstrecke entscheidet der Kaufpreis über Anzahl und Dauer der Ladepausen. Man wird auch mit einem unter 10.000 € BYD Seagull auf Urlaub nach Spanien fahren können, es sind nur mehr Ladepausen erforderlich.

Wo bleibt da ein Markt für E-Fuels? Ich hatte mal einen Webdesign-Kunden, der erzählte von einer Dienstreise über 1000 km in 6 Stunden zu einer Besprechung, getunter BMW 6er. Das wird mit Akkus nicht möglich sein, aber wie groß ist dieser Nischenmarkt, 1% oder 0,1% der Autofahrer? Wird es E-Fuel Tankstellen für diese geben?

Es ist eine völlige Illusion, E-Fuels sind für den armen Pendler, damit der seinen alten Diesel weiter fahren kann. Der arme Pendler wird auf ein Elektroauto umsteigen. Wegen der immer strengeren Abgasnormen sind billige Dieselautos bereits vom Neuwagen Markt verschwunden. Porsche ist der größte Lobbyist für E-Fuels. Mein früherer Kunde mit 1.000 km in 6 Stunden zeigt warum, das ist die Zielgruppe für E-Fuels.

  Märchen vom klimaneutralen E-Fuel


E-Fuels sind klimaneutral. Das ist aber ein Märchen. Lassen wir ein Elektroauto mit 18 kWh Strom/100 km gegen einen Diesel mit 6 l/100 km antreten. Beide fahren 20.000 km pro Jahr. Der eine braucht 3.600 kWh Strom, der andere 1.200 Liter Diesel, der mit 22.800 kWh Strom hergestellt wurden. Das sind 19.200 kWh Mehrverbrauch, damit hätte man 3,2 t CO2 aus der Atmosphäre filtern und in C und O aufspalten können. Entspricht 160 g CO2/km.

  Flugzeuge und Schiffe


Mit den besten und auch teuersten Akkus sollten bei Flugzeugen 1.500 bis 2.000 km Reichweite möglich sein. Hier liegt der wirkliche Markt für E-Fuels. Bei Flugzeugen auf Langstrecke gibt es keine Alternative. Auf vielen Strecken steht das Frachtschiff in Konkurrenz mit der Bahn. Mit einem Tunnel unter der Beringstraße ginge es auch von China bis Südamerika. Durch E-Fuel statt billigstes Schweröl wird der Schiffstransport teurer, daher mehr Bahntransport.

Wenn man in ein Kreuzfahrtschiff 30.000 t Natriumakkus packt, sind dies 4,8 GWh. Bisschen sparsamer mit 40 MW gefahren 4 Tage Fahrt.

  Weniger Arbeiten, mehr Leben


Die Jugend von heute steht 40 Stunden pro Woche Vollzeitarbeit skeptisch gegenüber. Wenn beide arbeiten, sollten 2.500 € Haushaltseinkommen auch mit gemeinsam 40 Arbeitsstunden pro Woche erzielbar sein. 40% davon sind 1.000 € Kreditrate, damit sollte es schon möglich sein ein GEMINI next Generation Haus mit billigem Grundstück zu erwerben.

  Aktionär werden ab 200 €


Ein neuer Aktionär meinte „Ich mit meiner sehr bescheidenen Investition“, aber 4.000 mal 1.000 € sind auch 4 Millionen für alle Investitionen bis zur Eröffnung der Siedlung in Unken als Startpunkt für weltweite Expansion.

Die großen Kapitalerhöhungen kann nur die Hauptversammlung beschließen, aber hier einmal das, was Vorstand und Aufsichtsrat beschließen können. Das neue Grundkapital dient zur Perfektionierung der Unterlagen für die größeren geplanten Kapitalerhöhungen.

Hier die Details.
          E-Fuels sind nicht CO2-neutral: E-Fuels optimistisch bei zukünftig perfektionierter Produktion: 17 kWh pro Liter Benzin 19 kWh pro Liter Diesel https://2023.pege.org/03-12/german.htm